Seit 1995 veranstaltet die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe (AGFJ) regelmäßig bundesweite Fachtagungen und Workshops zu aktuellen Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe, die aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert werden. Die Veranstaltungen richten sich an leitende Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und sollen in erster Linie dem Austausch von Erfahrungen sowie der Bekanntmachung und Erörterung innovativer Modelle des Verwaltungshandelns bei schwierigen Problemen dienen. Von 1995 bis Mitte 2008 wurden diese Tagungen unter dem Dach des Vereins für Kommunalwissenschaften e.V. veranstaltet, jetzt finden Sie in der Trägerschaft des Deutschen Instituts für Urbanistik statt.
Ziel der DGCC ist lt. Satzung die Förderung der Anwendung und Entwicklung von Care und Case Management u.a. im Sozialwesen. Dazu fördert der Verein insbesondere die Ausbildung von Case ManagerInnen, die Zusammenarbeit der Ausbildungsstätten, die inhaltliche Weiterentwicklung von Case Management, den regelmäßigen, fachspezifischen Erfahrungsaustausch durch Konferenzen, Kongresse und Symposien sowie die Entwicklung und Vertiefung evaluativer Ansätze und Forschungen. Darüber hinaus stellt er die fachpolitischen Interessen seiner Mitglieder dar und vertritt diese nach außen.
Die Deutsche Gesellschaft für Supervision e.V. (DGSv) gründete sich 1989 als Berufs- und Fachverband von BeraterInnen, die das Beratungskonzept Supervision erlernt haben. Die DGSv bietet ihren Mitgliedern u.a. ein berufspolitisches und fachliches Forum mit dem Ziel, Beratungsdienstleistungen zu professionalisieren, die sich an Menschen und Organisationen im Kontext beruflicher Arbeit richten. Die mittlerweile 3.600 BeraterInnen und 29 juristische Personen (zumeist Weiterbildungsstätten), die in der DGSv organisiert sind, können über die Homepage der Gesellschaft recherchiert werden.
Das DJI wurde auf Beschluss des Deutschen Bundestages gegründet und wird überwiegend aus Mitteln des Bundes finanziert. Es ist das bundesweit größte außeruniversitäre sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut im Bereich Kinder, Jugendliche und Familien.
Auf der Grundlage seiner Forschungserkenntnisse berät es Politik und Praxis der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Zudem veranstaltet es Fachtagungen und publiziert über aktuelle Projekte und deren Ergebnisse. In jüngerer Zeit sind zudem mehrere Online-Datenbanken entstanden.
In der Abteilung „Jugend und Jugendhilfe“ bildet u.a. die institutionalisierte Fachpraxis einen Forschungsschwerpunkt. Hierzu zählt etwa das Projekt „Jugendhilfe und sozialer Wandel“, das auf der Basis von Fragebogenerhebungen Strukturdaten der Kinder- und Jugendhilfe ermittelt. Hinzu kommen als Forschungsgegenstand die von den Fachkräften in ihrem Beruf eingesetzten typisierten Routinen, Prozeduren und Arbeitsformen. Anknüpfend an die augenblickliche Situationsanalyse wird aus Sicht des DJI eine der zukünftigen Fragen diejenige nach der Entwicklung der Kooperationsbeziehungen mit Partnern außerhalb der Jugendhilfe sein.
Die im Jahr 2007 gegründete Fortbildungseinrichtung CONNECT gehört zum Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hessen e.V., einem überkonfessionellen und gemeinnützigen Träger der Jugendhilfe. Sie bietet an zwei Standorten in Hessen Fachtagungen und Fortbildungsveranstaltungen an. Deren Ziel ist es, den fachlichen Dialog zwischen unterschiedlichen Professionen und Institutionen anzuregen, neue Konzepte und Forschungsergebnisse zu präsentieren, innovative und handlungsorientierte Methoden vorzustellen und auszuprobieren sowie neue Kooperationsformen und Synergien zu fördern.
Das Institut, eine außeruniversitäre, sozialwissenschaftliche Praxisforschungseinrichtung, gliedert sich in zwei Gesellschaften: Die „IKJ Institut für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH“ und die „IKJ ProQualitas GmbH“. Schwerpunktmäßig befasst sich das IKJ mit Hilfen zur Erziehung.
So werden im Projekt „ EST!“ die vom Bayerischen Landesjugendamt entwickelten Sozialpädagogischen Diagnosetabellen in der Anwendung in Jugendämtern evaluiert, im Projekt „ CM4JU“ die Hilfen jener Jugendämter, die Elemenze von Case Management Verfahren einsetzen. Im von der EU geförderten Projekt „ EdU@web“haben sich auf Initiative des IKJ Jugendhilfe-Vertreter aus europäischen Ländern zusammengefunden, um sich zu vernetzen. Etliche Projektinformationen stehen als Download zur Verfügung.
Das ISS als Institut zur Praxisforschung, Organisationsentwicklung und Fortbildung an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis erbringt wissenschaftliche und praxisorientierte Dienstleistungen für Ministerien, Kommunen, Wohlfahrtsverbände und Einrichtungsträger. Zu seinem Leistungsspektrum gehören die Entwicklung von Evaluationskonzepten und –instrumenten, die Steuerung von Modellprogrammen, die Planung und Organisation sozialer Dienstleistungen, die wissenschaftliche Politikberatung, Fort- und Weiterbildungen in Form von berufsbegleitenden Zusatzqualifikationen (z.B. Anti-Aggressivitätstraining), Seminaren und Fachtagungen sowie ein Ergebnistransfer der Praxisforschung und -beratung in Form von Publikationen.
Unabhängiger und gemeinnütziger Verein mit Mitgliedern aus Praxis und Wissenschaft sozialer Arbeit.
Ergebnisse aus der Forschung sollen mit Erfahrungen aus der Praxis verknüpft werden, um Handlungsorientierungen für die soziale Arbeit zu entwickeln.
Zusätzlich werden neben der Praxisforschung auch Beratungen und Programmentwicklungen sowie Kongresse und Fortbidlungen durchgeführt.
Das Institut wurde von MitarbeiterInnen des Pädagogischen Institutes der Universität Mainz und PraktikerInnen aus der Sozialpolitik als gemeinnütziger Verein zur Innovation und Evaluation von sozialer Arbeit gegründet. Erste Forschungs- und Planungsprojekte im Bereich der Hilfen zur Erziehung begründeten zunächst den Arbeitsbereich „Jugendhilfe“. Hinzu kam die „Evaluation und Innovation von Arbeitsmarktpolitik“, während das Themenfeld „Migration und interkulturelle Arbeit“ seit der Gründung als wesentliche Querschnittsaufgabe gilt. Weitere Arbeitsfelder stellen seit einigen Jahren neben Weiterbildung und Beratung die Koordination lokaler bzw. regionaler Netzwerke und die Moderation von Entwicklungsprozessen - vor allem in Sozialen Organisationen - dar.
Das Institut sieht einen Arbeitsschwerpunkt in der Erforschung aktueller sozialpädagogischer Themen- und Problembereiche sowie der Evaluierung pädagogischer Konzepte und Prozesse. Hinzu kommt Beratung und Unterstützung von Organisationen in Veränderungs- und Qualifizierungsprozessen. Darüber hinaus werden Fachkräften der Sozialen Arbeit sowohl institutionsübergreifende Fort- und Weiterbildungen wie auch inhouse-Seminare, etwa zu „Sozialpädagogische Diagnostik und Fallberatung“ - angeboten.
Das Verbundsystem Projekt Petra hält verschiedene Leistungen in der Jugendhilfe vor, etwa ein Kinder- und Jugendheim, psychologische Praxen, Tagesgruppen und Schulprojekte.
Zentraler Leitgedanke ist die Verknüpfung von wissenschaftlich fundiertem Wissen mit dem praktischen Erfahrungsschatz der Organisation, um optimale Hilfen realisieren zu können.
Die Forschungsgruppe Petra gGmbH hat ursprünglich das Konzept des Kinder- und Jugendheimes entwickelt und begleitet weiterhin die Entwicklung von neuen Praxisbereichen im Projekt Petra. D ie Gruppe übernimmt auch Forschungs- und Evaluationsaufträge von Ministerien, Verbänden und Einrichtungen aus der Jugendhilfe. Dabei bestehen folgende Schwerpunkte: Untersuchung von Leistungsmöglichkeiten bestehender Formen erzieherischer Hilfen, Begleitforschung von innovativen Projekten sowie Evaluation von Hilfeplanungsprozessen und Steuerung von Qualitätsentwicklung.
Der Verein, der von ExpertInnen aus Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht, Psychologie, Anwaltschaft und Sozialpädagogik gegründet wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen OpferzeugInnen Strafverfahren zu erleichtern und dafür bundesweit eine fachlich qualifizierte Sozialpädagogische Prozessbegleitung zu etablieren. Das Institut, deren Schirmherrin die Bundesministerin der Justiz, Frau Brigitte Zypries, ist, bildet zu diesem Zweck Sozialpädagogische ProzessbegleiterInnen aus, die Kinder und Jugendliche, aber auch traumatisierte Frauen, Migrantinnen und Menschen mit Behinderung in solchen Verfahren fachkompetent und umfassend begleiten. Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich an (sozial-)pädagogische Fachkräfte mit Berufserfahrung in der Arbeit mit Mädchen und Jungen, die Opfer von Misshandlung, sexualisierter und häuslicher Gewalt geworden sind.
Der im Frühjahr 2009 gegründete Verein fördert und unterstützt primär Pilot- und Präventionsprojekte, die sich folgenden Themen widmen: Opferhilfe, Bekämpfung der Kinderpornographie sowie Organisation und Durchführung von Maßnahmen zur Erlangung und Stärkung der Medienkompetenz - insbesondere Internetsicherheit - von Kindern und Jugendlichen. Die Förderung erfolgt u.a. durch finanzielle Zuwendungen, Vermittlungstätigkeit, Beratung und Training sowie Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus führt der Verein Vortrags- und Informations-, Aus- und Fortbildungsveranstaltungen unter anderem im Bereich der Medienkompetenz und des Jugendmedienschutzes durch. Viele Angebote richten sich auch an Fachkräfte aus der Jugendhilfe, PolizistInnen und andere Personen, die mit der Erziehung und Sozialisierung von Kindern und Jugendlichen befasst sind. Der Verein vertritt ausdrücklich einen interdisziplinären Ansatz, was seinen Ausdruck schon darin findet, dass die Initiatoren und Gründungsmitglieder aus den Bereichen Kriminologie und Polizeiwissenschaft, Medien, Marketing und Kommunikation, Rechtsberatung und IT stammen.
Die sozialpädagogische Fortbildung der Länder Berlin und Brandenburg ist seit dem 01.01.2007 per Staatsvertrag zum Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) zusammengeführt.
Berlin und Brandenburg gewährleisten die Angebote zur fachlichen Qualifikation in Form des Jahresangebots des SFBB.
Zielgruppen sind in erster Linie Erzieher/-innen und Sozialpädagogen/-innen aus Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, der Jugendarbeit und der Hilfen zur Erziehung und aus Diensten der öffentlichen und freien Träger. Angesprochen sind Träger, die Leistungen der Jugendhilfe erbringen, gewähren, planen oder steuern. Auch ehrenamtlich oder nebenberuflich tätige Personen sind in die Fortbildungen einbezogen.
Bei der Start gGmbH handelt es sich um eine gemeinnützige Beratungsgesellschaft mit Schwerpunkt in der sozialen Arbeit. Ihre Leistungen an vier Standorten umfassen unter anderem Organisations- und Strukturberatung, Praxisforschung und Fortbildung. Zu Letzterem zählt etwa das Kompaktseminar „Qualifizierung für Kinderschutzfachkräfte nach § 8a SGB VIII“. Die Gesellschaft hat aber v.a. durch das Land Brandenburg die fachliche Leitung der „Fachstelle Kinderschutz im Land Brandenburg“ (www.fachstelle-kinderschutz.de) übertragen bekommen, die wiederum die Aufgabe hat, wesentliche Teile des Brandenburger Kinderschutz-Programms in die Praxis umsetzen.